Zertifizierte Inklusionsfachkräfte im Kinderhaus St. Paulus Reichenbach

Zertifizierte Inklusionsfachkräfte im Kinderhaus St. Paulus Reichenbach

Zertifizierte Inklusionsfachkräfte im Kinderhaus St. Paulus Reichenbach

Im Kinderhaus St. Paulus Reichenbach werden Kinder mit und ohne Beeinträchtigung betreut. Seit 2009 ist die Behindertenkonvention der Vereinten Nationen auch für Deutschland verbindlich und macht den Weg frei, dass Menschen mit Beeinträchtigungen in den vollen und gleichberechtigen Genuss aller Menschenrechte und Grundfreiheiten kommen. Das bedeutet, dass Kinder mit Behinderungen von Anfang an einbezogen und ihre Teilhaberechte geachtet werden. Die Realisierung von Inklusion in Bildungsinstitutionen ist mit weitreichenden pädagogischen Handlungskonsequenzen verbunden, da die inklusive Pädagogik ein grundlegend verändertes Verständnis von Normalität und Vielfalt voraussetzt. Die Inklusionspädagogik bezieht alle Erscheinungsformen von Heterogenität mit ein: Kinder unterscheiden sich hinsichtlich ihres Geschlechts, der sozialen Voraussetzungen, der Nationalität, Ethnie, des Alters und auch ihrer körperlichen Verfassung und Intelligenz voneinander. Diese Dimensionen der Vielfalt werden als bereichernd anerkannt und als alltäglicher Bestandteil des Zusammenlebens von Kindern und Erwachsenen wertgeschätzt. In diesem Kontext versteht sich Inklusion auch als Konzept zur Überwindung von Benachteiligung und Diskriminierung im Bildungssystem aufgrund individueller Zuschreibungen oder Merkmale zugunsten einer Orientierung an den Ressourcen eines jeden Kindes.

Im Kinderhausjahr 2020/21 besuchen 8 Kinder mit verschiedenen Beeinträchtigungen den Krippen- und Kindergartenbereich. Um auch weiterhin im Inklusionsbereich ein verlässlicher Partner für die Familien zu sein, hält das Kinderhaus zwei zertifizierte Inklusionsfachkräfte vor. Die Erzieherinnen Julia Sauerer und Stefanie Gradl konnten nach 12 Fortbildungstagen mit insgesamt 306 Stunden ihr Zertifikat erhalten. Aufgebaut in 6 Blöcken erhielten sie Einblick in die unterschiedlichsten Themenbereiche. Auch der Praxistransfer mit einem Praxisprojekt kam nicht zu kurz. Zunächst wurde sich mit dem Menschenbild und der Rolle und Haltung zur Inklusiven Arbeit auseinandergesetzt. Rechtliche und Strukturelle Rahmenbedingungen sowie das Wahrnehmen von Vielfalt in der Inklusion und die Erziehungspartnerschaft mit den Eltern nahmen einen hohen Stellenwert in der Weiterbildung ein.

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